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21. November 2002
:sponsoring forum 2002 "Verantwortung:Handeln"

Ethik und Werte im unternehmerischen Handeln
Think:Tank mit Prof. Dr. Ferdinand Rohrhirsch

Ein Think:Tank auf Unternehmensführungsebene. Auf welchen Sinn und Zweck gründet sich ein Unternehmen? Was würde die Einführung ethisch fundierter Handlungen für Führung, Mitarbeiter, Kunden, Zulieferer des Unternehmens bedeuten? Darf die Marketingabteilung optimistischer’ formulieren als die Fertigung und Entwicklung’, warum? Kann es beim ethisch fundierten Unternehmen noch Sieger geben? Oder steht da, wo von Siegern gesprochen wird, nicht schon längst ein Verlierer fest – das Unternehmen? Unter Ethik soll die Frage nach dem guten Leben (nach dem guten Handeln) unter der Perspektive genereller Richtigkeit verstanden werden. Was für das Individuum gilt, muss auch für Unternehmen verstanden werden als moralisches Subjekt. Für Ethik gibt es keine Standardmethoden, mit denen im Hau-Ruck-Verfahren eine Unternehmensethik implementiert’ werden kann.

Ethik ist kein Trendgeschäft – auch wenn es im Moment den Anschein hat.

Prof. Dr. Ferdinand Rohrhirsch, Leiter des Think:Tanks „Ethik und Werte im unternehmerischen Handeln“, diskutierte mit Geschäftsführern und Mitarbeitern über die Gründe für den momentanen Ethik-Boom: „Immer mehr Menschen verlieren bei den gravierenden Umwälzungen unserer Zeit an Identität“, beschrieb Martin Kuder von M’s Marketing und Kommunikation seinen Eindruck.

„Da ist es dann kein Wunder, wenn in Unternehmen nach Gemeinschaft gefragt wird. Doch gerade bei multinationalen Konzernen werde dies immer schwieriger: „Ich frage mich schon, ob man ein so hehres Ziel wie eine Unternehmensethik überhaupt postulieren darf“, meinte Dorothea Wiplinger von mobilkom austria.

Denn schließlich seien die verschiedenen Kulturen, Generationen und Wertvorstellungen kaum unter einen Hut zu bringen. Für Dr. Rohrhirsch steht eines ganz klar fest: „Werte kann man nur durch persönliche Ausstrahlung vermitteln.“

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Prof. Dr. Ferdinand Rohrhirsch:

„Ethik ist kein Trendgeschäft – auch wenn es im Moment den Anschein hat.“