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13. April 2002

Bill Clinton inspirierte Zehntausende in Ischgl

Zehntausende vor Ort und internationale Medien verfolgten den Auftritt von Bill Clinton im österreichischen Ischgl. Der Mega-Event in 2.300 Meter Höhe stellte die Organisatoren vor extreme Herausforderungen. Im Organisationsteam war auch :paradise media.

"Kaiserwetter“ wird von nun an in den Tiroler Bergen „Präsidentenwetter“ heißen. Sonne und strahlend blauer Himmel waren ein gutes Omen für den Auftakt zur zukunftsweisenden Veranstaltungsreihe „Message from the Mountains“. Mit William J. Clinton, 42nd President of US, als erstem Gastredner gelang dem Workshop Ischgl und namhaften Partnern aus Tourismus, Wirtschaft und Medien der bislang größte Coup.

Die Augsburger Agentur :paradise media war in der Beratung und Organisation dieses Mega-Events auch für PR, Presse und Kommunikation in Deutschland und weiteren Ländern, sowie für Medienpartnerschaften und Sponsoring- und Wirtschaftskooperationen verantwortlich. :paradise media hat für diese Großveranstaltung auch den Slogan "Message from the Mountains" erfunden und entwickelt.

„Gänsehaut“ war die kollektive Empfindung aller rund 170 Gäste im Glasstudio und mehrerer Tausend Menschen draußen in der Skiarena, als heute am Nachmittag Bill Clinton per Helikopter aus Innsbruck kommend auf der 2.300 Meter hoch gelegenen Id-Alpe landete. „Keinen schöneren Ort hätte man mir anbieten können“, waren die ersten Worte der Rede des einst mächtigsten Mannes der Welt, der ersten Rede, die er laut eigener Aussage je auf einer Skipiste gehalten hat.

Das Glasstudio sei für ihn Symbol der Offenheit, lobte er die Idee und das außergewöhnliche Ambiente, ehe er ausführlich auf jene Widersprüche und gegenseitigen Abhängigkeiten einging, die uns in unserer Zeit größte Herausforderung sind: Widersprüche zwischen Reich und Arm, zwischen gigantischem wirtschaftlichen Aufschwung und mangelndem Umweltschutz, zwischen weltweit hochentwickelten demokratischen Grundwerten und den Gefahren eines High Tech Terrorismus.

Es gäbe, so Clinton, eine Reihe von Gegenstrategien. Beispielhaft nannte er den Schuldennachlass in der Dritten Welt gekoppelt mit Maßnahmen zur Ernährung, Bildung, Gesundheitsvorsorge oder Umweltschutz. „Es kostet Geld“, so Clintons Appell, „aber wir können es uns nicht leisten, die Investitionen nicht zu tätigen. Es ist immer noch billiger, als Krieg“.

Clinton plädierte für eine Fortsetzung des Kampfes gegen den Terrorismus und die Unterstützung von Dritte-Welt-Ländern. Im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten verlangte Clinton von den USA, Position zu beziehen. Er begrüße die aktuelle Mission des amerikanischen Außenministers Collin Powell. Clinton sprach von deutlichen Fehlern, die in den letzten Jahren im Nahen Osten begangen worden seien. Vor allem die jungen Israelis und Palästinenser müssten Wege finden, um aus dem 'Dilemma zu kommen'. Mit Gewalt sei nichts mehr erreichbar, sagte Clinton. Gefordert seien Menschen mit friedvoller Einstellung. Alle Menschen sollten mit einer Stimme sprechen, nur so könne man etwas bewegen.

Den Rest seines Lebens wolle er sich nun in den Dienst von Hoffnung und Veränderung stellen und gegen Chaos und Gewalt auftreten. Bill Clinton gestaltete seine Rede sehr persönlich und erzählte von den prägenden Erlebnissen und Helden seiner Jugend, allen voran Mahadma Ghandi. Seine oberste Maxime aber ist es, der Jugend Mut zu machen, denn er glaubt an die „next generation“ als Europas größtes Potential. Die Jugend von heute lebe in der besten aller Welten, einer Welt voller Möglichkeiten, einer Welt ohne Grenzen und Mauern, so der Präsident abschließend.

United Spirit of Europe

Der Tiroler Tourismusvisionär Günther Aloys schleuderte seine Message mit der ganzen Kraft der Berge in die Ebene, einen Appell an die Jugend Europas, selbst aktiv zu werden, sich über den Wald an Verbotsschildern durch kalkuliertes Risiko hinweg zu setzen, sich was zu trauen und das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Der Berg, die mehr als 2.000 Meter hoch gelegene Id-Alpe, wurde zur Metapher des Weltgipfels. Ischgl, trendiger Treffpunkt der aktiven Jugend und alpines Zentrum des Erlebnistourismus, wurde im „Internationalen Jahr der Berge“ zum Symbol einer jungen europäischen Identität, zur Wiege des sich formierenden „United Spirit of Europe“ - keinem Superstaat Europa, sondern einem bunten Mosaik an Identitäten, Kulturen, Sprachen, Religionen und Weltsichten. Einem Europa, das sich auf seine gemeinsamen Werte besinnt, seine Stärke aus Vielfalt und „Wir-Gefühl“ bezieht.

In seinem Eröffnungsreferat ging er auf die Chancen in diesem neuen Europa ein und nannte beispielhaft die „Entdeckung“ der Jugend durch die Politik, die Bedeutung eines starken Wir-Gefühls ohne Kulturverlust, die Bande des gemeinsamen Wertesystems oder die Chance auf ein Europa in den Herzen der Jugend.

Catherine Mühlemann von MTV mit fünf Botschaften

Catherine Mühlemann, MTV Networks, hatte fünf Botschaften für alle jungen Menschen: Hört nicht auf die anderen! Seid Ihr selbst! Geht Euren eigenen Weg und hört dabei auf Euer Herz. Seid frech, verrückt, unkonventionell! Glaubt an Euch! Denn: Ihr seid toll! Ich bin stolz auf Euch. Und: Alles geht, nur dass es nicht geht, geht nicht.

Offizielle Bedeutung verliehen der Veranstaltung Grußadressen des Tiroler Landeshauptmanns Wendelin Weingartner und des Chefs der Tirolwerbung Joe Margreiter, der in Begleitung der Sportstars Markus Prock und Markus Gandler kam.

Naomi Campbell kam aus Mailand

Für internationalen Glamour sorgte Top-Modell Naomi Campbell, die schon früher zu einer Modenschau auf der Id-Alpe zu Gast war. Naomi kam direkt aus Mailand für diese Veranstaltung nach Ischgl. Die Veranstaltung „Message from the Mountains“ wurde moderiert von Conny Fluhme, Antenne Tirol.


Bill Clinton und Hubert G. Feil von :paradise media

Im Anschluss an die Reden begaben sich Clinton und sein Team - tausende Hände schüttelnd - durch einen dichten Cordon an begeisterten Schaulustigen zum Mountain Lunch ins Id-Alpen Restaurant. Dort wurden dem Präsidenten und einer Auswahl internationaler Sponsoren vom Ischgler Koch Tino Gasperick österreichische Spezialitäten wie Tafelspitz und Topfenknödel aufgetischt.

 

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